Lebensqualität und Verkehr: Das war der Themenabend im Oktober

Beim Themenabend am 6. Oktober diskutierten GrätzelbewohnerInnen mit den Verkehrsreferenten des 16. Bezirk, Daniel Novotny (SPÖ) und des 17. Bezirk, Sepp Neustifter (Die Grünen) in der Recycling-Kosmos Zentrale darüber, wie es um Lebensqualität und Mobilität in der neuen Ottakringer Straße bestellt ist.

Eingangs hielt Dr. Klaus Renoldner ein Referat, in dem er den Zusammenhang zwischen Verkehr und Gesundheit beleuchtete: So schonen CO2 –arme Fortbewegungsarten nicht nur die Umwelt, sondern bieten auch individuell gesehen zahlreiche gesundheitliche Vorteile: Den maximalen Effekt erzielt man Untersuchungen zufolge mit ca. einer Stunde Radfahren bzw. 70 Minuten flottes Zufußgehen pro Tag. Dies reduziert das Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Hochdruck um 50%, das Risiko für Brust und Dickdarmkrebs um 20%.

In der anschließenden, teils sehr emotional geführten Diskussion ging es vor allem um konkrete Beeinträchtigungen der Lebensqualität der AnrainerInnen durch den Verkehr. Als dringlichstes Problem wurde der Lärm genannt, vor allem an Wochenenden, durch (teilweise auffrisierte) Motorräder und Autos. Auch die „Querungsproblematik“ wurde erörtert: die neuen Zebrastreifen werden missachtet, da sie zu undeutlich markiert sind. Zudem berichteten mehrere TeilnehmerInnen übereinstimmend, dass es bei Straßeneinmündungen (z.B. Hubergasse) oft zu Konflikten zwischen Autos und RadlerInnen kommt.

Abschließend sprachen sich die TeilnehmerInnen fast einhellig für Tempo 30 aus: So könnten die Unterschiede zwischen FußgeherInnen, RadfahrerInnen und den motorisierten VerkehrsteilnehmerInnen entschärft, Querungen erleichtert und das Sicherheitsgefühl in der Straße erheblich verbessert werden. Eine Follow-Up-Veranstaltung zum Thema Verkehr wurde für März 2015 beschlossen.


 


Großes Interesse am Themenabend im September

Bis spätabends wurden am letzten Themenabend von den TeilnehmerInnen Infos zur Abfallvermeidung von Lebensmitteln ausgetauscht. Einige AktivistInnen berichteten über das Projekt Foodsharing, bei dem jedeR leicht mitmachen kann: www.myfoodsharing.at. Ein anderer Tipp waren Projekte zur gemeinsamen Landwirtschaft (Community supported agriculture –CSA), zB: www.ochsenherz.at. Und unter dem Motto „sammeln statt vergammeln“ findet man auf www.mundraub.org eine Landkarte mit Obstbäumen und –sträuchern, die frei geerntet werden können.
Und wir freuen uns über eine neue Ansiedlung im Recycling-Kosmos: eine – noch namenlose - Food-Coop zieht in die Ottakringer Straße 18. www.foodcoops.at











Themenabend Lebensmittel und Restlkochen

Hungrig auf qualitative Lebensmittel und deren sinnvolle 
Verwendung: Recycling-Kosmos setzt im September einen 
Lebensmittel-Schwerpunkt. Wir starten am Mo, 1.9. mit einem
Themenabend in unserer Zentral. An diesem Abend wollen wir
darüber diskutieren, wie wir it unserem Essen bewusster umgehen 
können. Es geht darum, weniger Lebensmittel wegzuwerfen und 
gezielter einzukaufen. Dazu wollen wir Infos über Foodcoops,
Foodsharing usw. austauschen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Und konkret wird's am Mo, 15.9. 18:30 Uhr, da veranstalten wir eine Restlkochen im Wohnwagon. Bringt eure "Ladenhüter" und wir 
verkochen und verzehren sie gemeinsam.

Mo, 1.9. 19-21 Uhr, Recycling-Kosmos Zentrale,
Ottakringer Straße 63, Abendeingang Lindauergasse

Mit Recycling-Kosmos im Wohnwagon, 1160, Arnethg. 42
Kostenbeitrag: 5€ für Vereinsmitglieder ermäßigt 3€
Anmeldung: workshop@recyclingkosmos.at oder 0650 974 99 59


 



 
Aus Altholz und Paletten neue Möbel bauen lernen

Das Partycipation-Team veranstaltet im Mai zwei jeweils dreitägige 
Holzbauworkshops, bei denen man unter fachkundiger Anleitung lernen
kann, aus Baustellen-, Deponiealtholz und Holzpaletten neue Objekte
anzufertigen. Die Workshops sind mit 30-50€ sehr günstig. Ziel
ist die Vermittlung von handwerklichem Know-How an die
TeilnehmerInnen. Um die neu gelernten Techniken auch gleich
anzuwenden, werden mobile Küchen-, Bar- und Bühnenmöbel für das
Partizipation-Festival gebaut.